Kurden


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Die Kurden können auf eine rund 5.000jährige Geschichte zurückblicken, die durch archäologische Funde und historische Quellen dokumentiert ist.

Entwicklung des Begriffs Kurden

Der Begriff Kurden für die Bewohner der Gebirge im Zagros hat folgenden Entwicklungsprozeß durchgemacht:

Sumerer

K(Q)ur

   

Akkader

K(Q)urdu(i)

K(Q)uti

Guti

Kurden selbst

 

K(Q)uti

Guti

Babylonier

K(Q)ardu

 

Gardu

Hethiter

 

Gurda

 

Bibel

K(W)urd

   

Hebräer und Chaldäer

Qurdaye

   

Nestorianer

Qadu

   

Talmud

Kardu

   

Perser - Gründerzeit (aramäisch)

 

K(Q)uti

Guti

Perser - Pahlavi

Kurd

   

Syrer

 

Quardu

Kurdaye

Armenier

Kurt(ukh)

   

Kordu(kh)

   

Griechen
(Xenophon)

Kyrt(oi)

 

Kardu(choi)

Römer

Cyrti

   

Araber
(vormoslemische Araber)

Kardu

   

Moslem-Araber

Kurd (Plural: Akrad)

   

Türken

 

Kuert

 

Europäer
(ab 7. Jh. v. Chr.)

Kurde (kurd)

Kurden (Kurds)

Das Volk der historischen Kurden

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Das Bergvolk zwischen Mesopotamien und Kleinasien drohte oft in seiner Geschichte in Vergessenheit zu geraten – wenn es ins Rampenlicht trat, lag stets Unheil über dem eurasischen Kontinent. Das war so zu Zeiten der Perser, der Kreuzritter, der Mongolen und der Osmanen – und das ist auch jetzt so, wie im Zeichen des Irakkrieges.

Die Kurden sind und gehören zu eines der ältesten Kulturvölker unserer Erde an. Schon vor über 5 Tausend Jahren wurden die Kurden in den Sumerischen Texten als „Kur“ erwähnt, in der zeit als die Kurden gegen die Sumerer kämpften. In der Antike gab es sehr verschiedene Namen (sieh Tabelle oben) für das Volk der Kurden, wobei der Name „Kurden“ am ende entstanden ist. Die Menschen, die seit etwa 5.000 Jahren Kurden (Bergvölker) genannt werden, sind tatsächlich Nachkommen jener Menschen, die noch heute in diesen Gebieten leben. Dies lässt sich spätestens aus einer Quelle aus dem 12. Jts. v. Chr. nachweisen. Sie gilt als älteste unabhängige Quelle für die Kontinuität des Völkernamens Kurden. Auf einem Siegel-Zylinder des Assyrer-Königs Tiglath-pileser I (1114-1076 v. Chr.) werden die „Kurti“ oder „Qurtie“ unter jenen Völkern erwähnt, die er bei Eroberungen in den Bergen südlich des Van Sees unterworfen hatte.

Zwischen dem Berg Ararat und dem Persischen Golf, von den Ufern des Tigris bis weit in den Iran hinein leben Kurden, mitten im Brennpunkt des Nahen Ostens. Ihr Siedlungsgebiet ist annähernd so groß wie Frankreich mit 530.000 km². Es bildet die Landbrücke zwischen Russland und dem Persischen Golf und damit dem Indischen Ozean. Zwei Drittel des irakischen Erdöls stammen aus kurdischem Boden.
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Die Geschichte des Volkes der Kurden und ihre Herkunft liegen weitgehend im Dunkel. Sie fing Schätzungen nach am Ende des zweiten Jahrtausends vor Chr. an (3.300 v. Chr. – 2.400 v. Chr.), als indogermanischer Arier in den Iran Einwanderten. Man vermutet dass die Vorfahren der Kurden sich in der iranischen Hochebene (Zagrosberg) niedergelassen haben. Diese Region war Teil der altorientalischen Reiche der Sumerer, Assyrer, und Urartäer. Die Kurden haben sich in den unterschiedlichen Stadien der Geschichte an dem Aufbau der menschlichen Zivilisation in der Region beteiligt. So haben sie Königreiche und Imperien v.Chr. gebildet. Die bekanntesten von ihnen sind das Mitanni- und das Mederreich. Sie haben ihr Bestes getan und ihre letzten Kräfte verausgabt, um dem Sturm der Mongolen und Tartaren zu widerstehen.

Die Geschichte der Kurden ist geprägt von einer glanzvollen frühen Vergangenheit, von tiefer Zerrissenheit, von Leid und Unterdrückung. Mit 35 – 40 Millionen Menschen sind sie weltweit, bis zum heutigen Tag ein Volk ohne eigenen Staat. Ihre Bevölkerung und Ihr Land (Kurdistan) sind aufgeteilt auf die Türkei, den Iran, den Irak, Syrien und Armenien.

 

Bis zum heutigen Tag, gib es keine genaue geographische Bestimmung von Kurdistan. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Kurdistan zwischen den neu gebildeten Ländern aufgeteilt, die Staaten, die über einen Teil Kurdistan herrschen, versuchen mit aller Brutalität, eine Abgrenzung bzw. eine solche Begriffsbildung entstehen zulassen. Doch auch wie sehr sie sich bemühen die Existenz Kurdistans zu bestreiten oder zu vertuschen, existiert seit über tausend Jahren der Name in einer Region. Die Perser nennen das Land der Kurden in Ihrer Sprache Kurdistan was „Land der Kurden“ bedeutet. Damit wurde eine Provinz des persischen Reiches bezeichnet, in der die türkischstämmigen Seldschuken herrschten. Vom 11. bis zum 13. Jahrhundert übten sie die Macht über weite Teile des Vorderen Orients aus. Auch im Osmanischen Reich gab es eine Provinz mit dem Namen Kurdistan.
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Von den anfänglichen kurdischen Lebensformen gibt es wenig wahre Quellen, jedoch eine menge von Interessanten Beweise. Die Wurzeln der Kurden und ihrer Kultur liegen in der altiranischen und altindischen Zivilisation. Eine bedeutende Stellung in der kurdische Kultur hat die lehre des iranischen Religionsstifters Zarathustra. Jedoch vermute ich dass die Vorfahren der Kurden die Religion des Sonnengottes Mithra von Indien mit in die Zagrosberge mitgebracht haben und dass man dies als erst Urreligion der Kurden bezeichnen kann. Später hat Zarathustra, der ebenfalls ein Mithra Anhänger und ein Pîr war, die Religion umgestaltet und neu definiert. Zarathustra hat seine Religion zur Mazd Yasna umbenannt und hat Mithra durch Ahura Mazd abgelöst, was zur Spannungen zwischen den beiden Religionen geführt hat. Diese beiden Religionen spielen bis heute eine große Rolle im alltäglichen Leben der Kurden. Doch die Mehrheit der heutigen Kurden bekennt sich zum sunnitischen Islam.

Seit die Kurden im Zagrosgebirge aufgetreten sind, spielen sie eine große Rolle im Nahen- und Mittleren Osten und haben einen großen Einfluss auf das Leben der Völker um sich. Die Kurden brachten unter sich sehr mächtige Männer zum Vorschein, die beiden bekanntesten sind Sultan Saladin und Shah Kerim Khan Zend. Dies hat folgenden Grund warum diese beiden Männer die bekanntesten unter den Kurden sind, sie Regierten in der Zeit des Islams und der Islam hat mit seinen Anfängen an, die Kurden in seinen Schriften erwähnt. Es war die Zeit der Philosophen und da durch wurden sie in den Dokumenten genau verfasst. Im Jahre 1596 verfasste der Kurdische Oberbefehlshaber Sheref Khan die erste Chronik der Kurden. Sheref Khan versuchte mit seiner Überlieferung „Arich el-Akrad“ die Vergangenheit seines Volkes dazustellen und versuchte damit eine eigenständiges kurdische Nation in das Bewusstsein seines Volkes zu bilden.  
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Von den Anfängen des Islams, das sich im 7. Jahrhundert n. Chr. Ausbreitete, wurde die Geschichte der Kurden durch Islamische Dokument nachvollziehbar. Von da an, kann man durch die Islamischen Dokumente die Geschichte der Kurden gut nachvollziehen. Das Islamische Reich weitete sich über Kurdistan hinaus bis zu den Grenzen Indiens und dabei wurden die Kurden Zwangs islamisiert. Damit entstanden in verschiedenen Regionen und Städte Kurdistans neue Dynastien. Die berühmteste dieser Dynastien ist die der Ayyubiden, Sultan Saladin Ayyubi herrschte im 12. bis 13. Jahrhundert, nicht nur über die Kurden, er Herrschaft darüber hinaus über Ägypten, Syrien, Teile Mesopotamiens und den Jemen.

 

Sultan Saladin Ayyubi
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Saladin ist zwischen 1137 & 1138 in Tekrit geboren und Gründer der kurdischen Dynastie der Ayyubiden von Ägypten und Syrien. Saladin wurden unter der Islamischen Welt und Christlichen Welt zu einem Mythos. Durch die Eroberung von Jerusalem im Jahre 1187, machte er sich in der Menschlichen Geschichte unvergesslich. Nicht nur das er Jerusalem für die muslimische Welt erobert hat, er hat nach dem Einmarsch in Jerusalem die christlichen Bevölkerung gegen ein Kopfgeld freigelassen. Am 3.März 1193 stirbt Sultan Salah ad-Din Yusuf bin Ayyub in Damaskus im alter von nur 55 Jahren.

 

Shah Kerim Khan Zend
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Kerim Khan Zend ist um 1705 geboren und der erste kurdische Shah von Persien, von 1760-1779. Zend war der Gründer der kurdischen Dynastie der Zand-Prinzen, die nur von kurzer Dauer war. Er herrschte nach dem tot von Nadir Shah über Persien und machte Schiraz zu seiner Hauptstadt. Er stellt während seiner Herrschaft neu Beziehungen zu Großbritannien und erlaubt einen Handelsstützpunkt in Süden Persiens. Nach seinem tot um 1779 brach im Land der Bürgerkrieg aus und die Dynastie der Zand-Prinzen ging unter.

 

In der zeit des Mongoleneinfalls in Vorderasien wurden große Teile Kurdistan von Dschingis Khan mörderisch erobert. Dschingis Khan der alle Turko-Mongolische-Stämme vereint hatte, ging mit voller Brutalität vor und so auch mit den Persern und den Kurden.

Nach Dschingis Khan kam Timur, einer aus dem Mongolenstamm der Barlas. Er war um 1328 in dem heutigen Usbekistan geboren und heiratete später in die Familie des Dschingis Khan ein. Das Reich des linksseitig teilweisen gelähmten brutalen Eroberers erstreckte sich von Indien bis zum Mittelmeer, wobei er Persien und Kurdistan eroberte. Durch seinen Einmarsch in Kurdistan hat der blutrünstige und mörderische Timur viele Städte und Dörfer Kurdistans ausgelöscht. Wie in Hamadan, wo Timur die gesamte Bevölkerung von Hamadan auslöschte, dies hat auch denn Grund warum bis zum heutigen Tag so wenige Kurden in Hamadan leben. Von der Zeit aus war die Geschichte Kurdistan Jahrhunderte lang davon geprägt,  vor allem durch die folgen des Osmanenreichs das sich vom 14.Jahrhundert bis 1922 verbreitete.  

 

Durch die Eroberungszüge des Osmanenreichs lebten Türken, Araber, Albaner, Griechen, Rumänen, Bosnier, Perser und Kurden nebeneinander. Türken, Araber, Persen und Kurden waren Muslime die eng mit einander Lebten. Zwischen den Kurdischen Herren und den Sultanen des Osmanenreichs wurde eine teilweise Autonomievereinbarung getroffen, die Kurden mussten dabei den Sultanen den Treueid leisten. Jedoch brauchten die Kurdischen Herrscher, den türkischen Sultanen keine Soldaten zur Verfügung zustellen und brauchten keine Steuern zu zahlen. Die türkischen Sultane hatten keinen Einfluss auf das Leben der Kurden und hatten keine Befehlsmacht in Kurdistan.
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Auch in Persien wurde eine Autonomievereinbarung getroffen und die Kurden regierten als Statthalter der Zentralregierung. Die Grenzlinie zwischen Kurdistan-Türkei und Kurdistan-Persien hatte dadurch an Einfluss verloren. Das änderte sie jedoch kurz vor dem ersten Weltkrieg, wo die Perser und Türken genaue Grenzlinien zogen.

 

Diese beiden Autonomievereinbarung in Persien und Türkei, haltete sich 300 Jahre, in dieser zeit kam es zu Versuchen, sich von den jeweiligen Machthabern zu trennen. In der Zeit gab es mehrere Aufstände, die von der Gewaltmacht der beiden Länder blutig niedergeschlagen wurden. Es wurde auch im Osmanenreich ein Siegel für die Soldaten errichtet die den Sieg gegen die Kurden errungen haben. Die Osmanen hatten in ihrer Zeit, im Gegensatz  zu der heutigen Türkischen Regierung, keine Probleme mit dem vor Kurdistan bzw. den Türkischen teil Kurdistans Kurdistan zu nennen.

 

Über das Kurdische Volk gib es keine genauen Bevölkerungszahlen da die meisten in den jeweiligen Ländern kaum Registriert sind oder haben Angst sich als Kurden zu Registrieren. Schätzungen gehen davon aus das es zwischen 35-40 Millionen Kurden Weltweit gibt, etwa die hälfte der Kurden sind in der heutigen Türkei beheimatet. Der Rest ist aufgeteilt auf den Irak, Syrien, Iran, Armenien und der ehemaligen Sowjetrepublik. Wobei es Schätzungen nach rund 400.000 Kurden in der Sowjetunion leben.

 

Das größte Volk der Erde ohne einen eigenen Staat. Die Versuche der Kurden, eine eigne Nation und einen eigenen Staat zu gründen, wurde immer von den jeweiligen Herrschaftssystemen brutal niedergeschlagen und sie scheiterte auch an der eigenen Zerstrittenheit untereinander.

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Ihre blutigen Aufstände und die Kämpfen, die sie seit einem halben Jahrhundert führen, sind der Zeichen das sie Ihr national recht erlangen möchte und Vordern. Doch jedes mal werden die Aufstände von den jeweiligen Ländern grausam unterdrückt. Durch ihre Verzweifelte Lage, ließen sie sich immer wieder von anderen Mächte Missbrauchen und hofften als Lohn ihr geliebtes Land Kurdistan zu erhalten. Jedoch wurden sie immer wieder von den Gewalt Mächten enttäuscht, so dass sie immer mehr unterdruckt wurden. 

 

Kurdistan-Kurden- Türkei

 

1920 nach dem Ersten Weltkrieg hatte US-Präsident Woodrow Wilson eine 14-Punkte-Erklärung vorgelegt, das bei den Kurden eine neue Hoffnung aufkommen lies. Es war der berühmte Friedensvertrag von Sevres, wo im Mittelpunkt das Selbstbestimmungsrecht der Völker stehen sollte. Als Vertreter der kurdischen Freiheitsbewegung wurde der Kurde General Sherif Pascha zu den Pariser Friedensgesprächen entsandt, wo er die Forderungen der Kurden überreichte. Die Alliierten Bezweckten damit die Zerschlagung des Osmanen Großreich. Das hieß dass die Türken sich aus allen nicht türkischen Bezirken abziehen mussten und so konnten die Alliierten entsprechend ihren Interessen die Bezirke aufzuteilen. Großbritannien erhielt Jemen bis zum westlichen Saudi-Arabien, Mesopotamien und Ägypten. Die Franzosen erhielten Syrien, die Italiener erhielten Libyen. Ein Teil Anatoliens war bereits für ein autonomes Kurdengebiet vorgesehen, wo kultureller und politischer Selbstverwaltung vorgesehen war. Doch die türkische Unabhängigkeits- und Befreiungskrieg unter Mustafa Kemal hat diese Verwirklichung verhinderte, obwohl die Kurden an der Seite der Türken, gegen die Besetzungsmächte Kämpften. Denn durch geschicktes Taktieren und Appellieren an die religiösen Empfindungen der Kurden sicherte sich Mustafa Kemal die Unterstützung der kurdischen Stammesführer und Scheichs zu. Die Kurden kämpften erfolgreich auf der Seite der Türken gegen die Besatzungsmächte im nationalen Befreiungskampf. Der damalige Sultan von Istanbul wurde abgesetzt und Mustafa Kemal hat Ankara zu seiner Hauptstadt benannt.  Am 24.Juli 1923 errungen die Türken mit der Hilfe der Kurden den Sieg, so konnten sie im Vertrag von Lausanne den Friedensvertrag von Sevres ändern. Obwohl Mustafa Kemal den Kurden ein autonomes Gebiet geboten hatte für ihre Unterstützung gegen den Besetzungsmächte, tauchte im Vertrag von Lausanne nicht davon auf. Die Türkische Regierung leugnete ab dem Zeitpunkt an die Existenz der Kurden und verbot das Wort Kurde, verbot der Kurdischen Sprache und verbot der Ausübung der Kurdischen Kultur. Sie versuchte auf diese Weise die Kultur der Kurden auszulöschen und so wurden die Kurden „Bergtürken“ genannt. Es wurde auch versucht, die Kurden als ein eingewandertes türken Volk dazustellen. Nach dem kamen der Widerstand der Kurden gegen die Türkischen Reformen und Assimilierungsversuche, in der Zeit zwischen 1925 und 1940 kam es auf ca. 20 Kurdischen Aufstände. Die Aufstände von Scheich Said, der in Ararat und in Dersim sind einige Beispiel und die genau so von der türkischen Armee grausam und brutal niedergeschlagen wurden.
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Es hatte zu folge, das die Türkische Regierung versuchte den Kurdischen teil zu Türkisieren und nahm Maßnahmen vor. Die folgend waren, Kurden wurden aus ihren Lebensraum und aus ihren Dörfer umgesiedelt, so wurden Türk Völker dort neu angesiedelt. Die Dörfer und Städte wurden teilweise ins türkische umbenannt und es wurden türkische Nachnamen eingeführt. So das die Kurden nach und nach ihre Identität verlieren bzw. vergessen und jeder der sich dem Widersetzte wurde auf brutaler weise ermordet. Dieser Ablauf wurde bis vor kurzem durchgeführt und so wurde am 27.Nov. 1978 die PKK von Abdullah Öcalan gegründet. Die PKK Kämpfte gegen Kolonialismus, fremde Ausbetung der Bodenschätze und um das Recht auf Kulturelle Selbstbestimmung. Nach der Gründung der PKK ging die Armee in den Kurdenregionen massiv vor und es wurde aus Angehörigen loyaler Stämme eine Art Dorfmiliz speziell für die kurdischen Gebiete erstellt. Doch nicht immer war es freiwillig, die meisten wurden unterdrück und Misshandel dazu gezwungen, wenn sie nicht gehorchten. Die Stämme, die freiwillig sich zur Verfügung gestellt haben, erhielten vom Staat Finanzielle Hilfe. Öcalan lebt seit 1980 in Syrischen Exil, wo er von dort aus sich Neuorganisierte und seine Pläne durchführte.
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Die Methoden von Öcalan wurden immer Brutaler und nicht nur gegen die Türkische Bevölkerung auch gegen Kurden, die sich ihm widersetzt haben oder die sich nicht mit der PKK Partei einlassen wollten. Jeder hatte zu gehorchen, keiner dürfte nur denn kleinsten Zweifel an den Befehlen Öcalans haben, sollte das sein wurden sie entsorgt. Öcalan eignete sich den Kurdischen Namen „Apo“ an was so viel heißt wie Vater, er hatte sich den Namen „Atatürk“ zum Vorbild genommen. Ein Zusammenschluss aus kurdische Parteien und Organisation welche nicht der PKK angehörten, bildete sich daher erst in Europa wie z.B. die Befreiungsbewegung Kurdistans. 1998 drohte die Türkische Armee Syrien mit Krieg, so musste Öcalan seinen Aufenthaltsort in Syrien verlassen. Durch die Ablehnung des Antrags auf Politischem Asyl in Europa, nach einer Irrfahrten durch verschieden Länder, wurde Öcalan im Februar 1999 in Kenia von türkischen Spezialeinheiten entführt. Seit dem geht es auch mit der Kurdenpolitik in der Türkei vor an, im August 2002 leitete Ankara auf den Druck der EU hin neue Reformen ein. Die Kurden dürfen in Kurdischer Sprache reden, Kurdische Zeitungen drucken, Kurdische Fernsehnkanäle führen und Kurdisch Sprachriege Schulen besuchen. Von den Anfängen der PKK bis zu Festnahme von Öcalan kamen 38.000 Menschen ums Leben, die meisten wurden brutal niedergeschlagen und ermordet. Obwohl sie nicht der PKK Partei angehörten, doch es reicht für die Türken dass es Kurden waren. Tausende wurden bestialisch in den Gefängnissen gefoltert, Frauen und junge Mädchen wurden auf schlimmster art und weise Misshandelt, Vergewaltigt und ermordet. Ganze Dörfer(ca. 3.000) wurden zerstört, die nicht mehr bewohnbar sind, hunderttausende umgesiedelt. Ihr Landbesitz wurde Ihnen weggenommen und wurde an Eingesiedelten Türken weitergegeben. Schätzungen gehen davon aus, das seit 1990 drei Millionen Kurden ihren Wohnsitz verlassen mussten, um der brutalen Vorgehensweise der Türken zu entkommen.

         

Kurdistan-Kurden- Syrien

 

So wie in der Türkei, haben Kurden mit den Syrischen Arabern die französische Besatzungsmacht bekämpft. Der im Jahr 1946 Neugegründete Staat Syrien geriet nach seiner Unabhängigkeit in eine Serie von Militärputschen, die immer wieder diktatorische Regime gegen das Volk hervorgebracht haben. So war auch die syrisch -ägyptische Einheit im Jahre 1958 zu sehen, die jede demokratische Stimme im Keime erstickt hat. In der zeit der Französischen Besatzung hatten die Kurden ihre eigenen Radiosender und Zeitschriften wie z.B. Hawar. Selbst politisch verfolgte fanden dort zuflucht, wo sie ihre politische Arbeit fortsetzten. Es änderte sich alles nach der Gründung Syriens, die Rechte der Kurden wurden Schrittweise geändert, um so wurden die Kurden aus dem öffentlichen Dienst ausgeschlossen. So wurde das "Projekt des Arabischen Gürtels" das im Jahre 1960 ins Leben gerufen wurde hervorgebracht. Nach diesem Projekt wurden die Namen der kurdischen Ortschaften und Städte umbenannt und arabisiert.
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 Am 14.Juni 1957 wurde durch eine dringliche Notwendigkeit die erste kurdische Partei „Demokratische Partei Kurdistan-Syrien“ gegründet. Die sich zur Ziel gesetzt hatte, die Interessen des kurdischen Volkes auf seinem historischen Boden vertreten zu müssen. Die neu gebildete kurdische Partei konnte eine Anzahl kurdischer Intellektueller und die Massen des kurdischen Volkes für sich gewinnen und um sich sammeln, in der Hoffnung seine legitimen nationalen Rechte zu realisieren. Obwohl die „Demokratische Partei Kurdistan Syriens“ in ihrer Arbeit sehr demokratischen und friedlichen Weg eingeschlagen hatte, kamen die syrischen Regierungen der Partei mit Ablehnung entgegne. Am 12. August 1960 wurde die Führung der kurdischen Partei unter druck  der arabischen nationalistischen Baath Partei Festgenommen und die in den Gefängnissen von Damaskus gefoltert wurden. Nach der Festnahme der Partei Mitglieder wurde ein Verbrechen gegen die Kurden verübt, wobei am 13.11.1960 ein Kino in Amude in Brand gesetzt wurde, dabei Starben 300 kurdische Kinder. Nach der Auflösung der Syrischen und Ägyptischen Einheit putschten die Offiziere und es folgten Jahre sozialer Unruhen. Auf  Grund des gesetzgebenden Beschlusses Nummer 93 wurde am 23.August 1962 in den kurdischen Gebieten eine außerordentliche Volkszählung durchgeführt. Durch denn gesetzgebenden Beschlusses Nummer 93 wurden 120.000 Kurden als Flüchtlinge angemeldet, was zu folge hatte das ihnen ihr syrischen Staatsbürgerrechte geraubt wurde. Durch den Menschen Zuwachs haben heute ca. 220.000 Kurden keinen syrischen Staatsbürgerrechte und keinen Pass. Das heißt für die betroffenen Kurden:

  • Zersplitterung ein und derselben Familie in Burger, registrierter und unregistrierter Staatenloser.
  • Vorenthaltung des Rechts auf Arbeit und Anstellung beim Staat.
  • Vorenthaltung des Rechts auf Beitritt der verschiedenen Gewerkschaften.
  • Vorenthaltung staatlicher Subventionen für Lebensmittel, z.B. Öl, Zucker, Tee, Reis usw.
  • Vorenthaltung des Rechts auf Besitz von Immobilien und Maschinen.
  • Vorenthaltung des Rechts auf Teilnahme an Wahlen und des Rechts zu einer Kandidatur.
  • Verweigerung des Rechts auf Reisen ins Ausland.
  • Vorenthaltung des Rechts auf Übernachtungen in Hotels im Fall des Verlassens des Heimatortes wegen Arbeit bzw. wegen einer Krankheit.

In der letzten Zeit eine Beschlagnahme von Wohnhäusern.

Im März 1963 übernahm die Baath-Partei die Herrschaft und 1971 wurde der Alawite Hafiz al-Assad Präsident Syriens. Am 11. November 1986 kam es dazu dass der Gouverneur der Provinz Al-Hasaka einen Beschluss mit der Nummer 1012 /S /25 verkündete, nachdem die kurdische Sprache an den Arbeitsstellen verboten wurde.
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1989 folgt ebenso ein weiterer Beschluss mit der Nummer 1865 /S /25, wobei kurdische Lieder auf Festen und Hochzeiten verbot wurden. Der Beschluss mit der Nummer 122 wurde 1992 vom Innenminister mit dem Inhalt erlassen dass die für die Namensgebung der Kinder die Sicherheitsdienste zuständig sind. So wurde die Registrierung Dutzender Kinder abgelehnt, weil ihre Angehörung kurdische Namen für sie ausgesucht hatten. 1994 folgte ein weiterer Beschluss des Gouverneurs von Al-Hasaka das zur Schießung kurdischen Geschäften und Handwerksbetrieben würde, die einen kurdischen Namen trugen. Der Beschluss Nummer 2122 vom 1998 betraf die Arabisierung von 209 Dörfern mit kurdischem Namen. Durch den Beschluss Nummer 798 vom April 2000, führte dass politische Sicherheitsdienst und der Gouverneur von Aleppo zur Schließung der Verkaufsladen für Video- und Tonkassetten und sie wurden versiegelt. Das syrische Regime vernachlässigt absichtlich die kurdischen Gebiete, die sehr reich an Erdöl sind. So ist Al-Jezira eine Region, die zwischen der beiden Flüssen Tigris und Euphrat liegt, wo sich fruchtbare Ländereien befinden. 80 % der Getreide- und Baumwollernte, die in Syrien produziert wird, stammt aus dieser Region. Hafiz Al-Assad blieb bis zu seinem Tod am 10. Juni 2000 Präsident  von Syriens. Assad stoppte zwar die Diskriminierungen gegen die Kurden, aber unternahm nichts, um ihre Rechte wieder herzustellen. Die rechtliche Lage der Kurden hat sich kaum gebessert. Assad gewährte der PKK nach dem Militärputsch in der Türkei von 1980 Zuflucht. In der Bekaa-Ebene im Libanon konnte die PKK ihre Leute ausbilden und bewaffnen. Der Sturz von Saddam Hussein und der Baath- Regierung mit Hilfe der Kurden im Irak polarisierte auch Syrien. Die Baath- Regierung unter Baschar Al-Assad nutze ein Fußballspiel als Provokation und Gelegenheit, um hunderte Kurden zu verhaften und die Parteien der Kurden zu verbieten.

 

Kurdistan-Kurden- Iran

 

Nach und während des ersten Weltkriegs hatten sich demokratische Parteien in allen Teilen Kurdistans gebildet und nahmen erneut den Kampf für die Autonomie Kurdistans auf. Doch es herrschten günstige Bedingungen nach dem Zweiten Weltkrieg und am 22. Januar 1946 konnte mit der Unterstützung der Roten Armee die erste kurdische Republik der Geschichte gegründet werden. Doch die neu gegründete Republik Mahabad in Ostkurdistan, das für das kurdische Volk ein bedeutendes Ereignis war, konnte sich aber nicht lange halten. Die junge Republik konnte trotz einer Partisanenarmee, nicht lange den Feinden standhalten. Nachdem sich die Rote Armee aus der Region zurückgezogen hatte, zerstörten die Iraner mit Hilfe der Engländer und der USA ohne Rücksicht die junge kurdische Republik Mahabad. Denn jeder der Republik und Partei Anhänger wurde ermordet und teilweise die Bevölkerung mit.
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Die Aufstände die danach folgten wurden blutig niedergeschlagen. Durch den Sturz des Schahs Reza Pahlewi 1979 durch Khomeini, brachte den Kurden auch keinen Frieden und Anerkennung.  Die Kurden haben seinerzeit aktiv zum Sturz des persischen Monarchen 1979 beigetragen, in der Hoffnung, in einem neuen politischen System zu ihren nationalen, kulturellen Rechten und auch zu ihren Menschenrechten zu kommen. Nach der Machtübernahme der Islamischen Republik kam es zu langwierigen Verhandlungen zwischen den kurdischen Vertretern und den Repräsentanten der Zentralregierung. Alle Bemühungen der Kurdenvertreter, bei den Verhandlungen eine friedliche Lösung der Kurdenfrage zu erzielen, scheiterten. Die neuen Machthaber lehnten es scharf ab, auch nur die geringsten Rechte des kurdischen Volkes anzuerkennen. Die "Soldaten des Islams", so nannte Khomeini seine Truppen, fielen über Kurdistan her und entsprechend dem Befehl zum "Heiligen Krieg", verbrannten und zerstörten wahllos kurdische Siedlungen, Schulen und Kliniken und richteten unter der kurdischen Bevölkerung ein Massaker nach dem anderen an. Seit damals ist Kurdistan durch die Stationierung von etwas mehr als 200.000 Soldaten, die die kurdische Bevölkerung unter Kontrolle halten und jede verdächtige Bewegung im Keime ersticken sollen.
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Willkürliche Festnahmen, Auspeitschungen, Folter und Hinrichtungen in den überfüllten Gefängnissen kennzeichnen den Alltag in Kurdistan. Dazu kommen groß angelegte Zwangsdeportationen in mehreren kurdischen Siedlungsgebieten, die bis heute andauern. Seit 1980 ist es jedem ausländische Journalisten und Delegationen der internationalen Organisationen verboten den Iranischen teil Kurdistan zu besuchen. Auf diese Weise kann die Islamische Republik seinen Vernichtungskrieg in Kurdistan unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit verstärkt fortsetzen. Nach dem "Kurdischen Frühling" begann ein Aufstand unter der Führung von Abdel Rahman Ghassemlou, der von Khomeini 1985 blutig niedergeschlagen wurde.  Nach dem Tode Ayatollah Khomeinis ist aber kein Wandel in der Politik der Islamischen Republik eingetreten, im Gegenteil: Die Situation verschlechtert sich von Tag zu Tag. So hatte die islamische Regierung, seit 1989 unter Präsident Rafsandjani, zwar Gesprächsbereitschaft mit der Führung der kurdischen Bewegung erkennen lassen und zu diesem Zwecke den international anerkannten Generalsekretär der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPKI), Dr. Abdul Rahman Ghassemlou, nach Österreich eingeladen. Es stellte sich aber heraus, dass das Verhandlungsangebot der Regierung über eine politische Lösung der Kurdenfrage nur eine Falle war. Am 13.Juli 1989 ermordeten Vertreter des islamischen Regimes den Generalsekretär Ghassemlou, den Auslandsvertreter der DPKI sowie den kurdischen Politologen Fadil Rasoul am Verhandlungstisch in Wien. Sie waren mit diplomatischen Reisepässen der Iranischen Republik nach Österreich eingereist. Offensichtlich aus wirtschaftlichen Gründen verhinderte die österreichische Regierung die Aufklärung dieses dreifachen politischen Mordes. Österreichischen Presseberichten zufolge konnten österreichische Firmen zwei Jahre später ein Projektvolumen von 20 bis 25 Milliarden Schilling im Iran abwickeln.

Der Mordanschlag auf Ghassemlou war nicht der letzte Terrorhandlung der islamischen Republik gegen die Kurden.

 

1.         Am 17.9.1992 fielen der neuen Generalsekretär der DPKI, Dr. Sadiq Sharafkandi, der neue Auslandsvertreter, der Vertreter in Deutschland und ein weiterer Aktivist der iranischen Opposition einem Terrorattentat eines iranischen Killerkommandos in Berlin zum Opfer. Sharafkandi war gerade als Gast beim Kongreß der Sozialistischen Internationale.

2.         Am 4.8.1994 ermordeten iranische Terroristen den Vertreter der DPKI in Bagdad, Ghafoor Hamzai, vor seinem Haus.

3.         Am 27.9.1994 geriet Abdullah Sharifi, Mitglied des Zentralkomitees, in einen Hinterhalt der iranischen Armee und wurde ermordet.

 

Der erste Golfkrieg zwischen Iran und Irak von 1980 – 1988, der zum größten teil in den kurdischen Regionen stattfand, forderte dieser Krieg zehntausende von Opfern unter der Zivilbevölkerung. Doch nachdem zweiten  Golfkrieg flohen 1,5 Millionen Kurden aus dem Irak in den Iran ein, der im Gegensatz zur Türkei seine Grenzen für das Kurdische Volk öffnete. Im Iran herrscht ein islamitisches Regime, das den einheimischen Kurden nur wenig Spielraum zur Entfaltung eigener Möglichkeiten wie die Ausübung der kurdischen Sprache und gewisse kulturelle Aktivitäten einräumt. Im politischen Bereich jedoch reichen die Repressionen von geheimdienstlichen Aktivitäten des Iran bis hin zur Verfolgung von Exil-Kurden. Wie beispielsweise (sieh oben)der "Mykonos-Prozess" 1997 in Berlin gezeigt hat, ging die Ermordung von vier kurdischen Exilpolitikern direkt von der iranischen Regierung aus. Im Juli 2005 brach nach der Tötung eines kurdischen Mannes namens Schuaneh Ghaderi in der Stadt Mahabad ein Aufstand gegen die iranische Regierung aus. Der 26 Jahre alte Mann wurde am 9. Juli 2005 von der iranischen Polizei bei dem Versuch, ihn festzunehmen, in Mahabad erschossen. Er hatte versucht zu fliehen. Seine Leiche, die den Eltern übergeben wurde, war verstümmelt. Er war im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Iran 2005 ein wichtiger Organisator von Demonstrationen gegen die iranische Regierung gewesen. Laut einer Meldung der US-Regierung sollen iranische Soldaten seinen Körper zu einem Militärfahrzeug gebracht und ihn dann durch die Stadt geschleift haben. Laut US-Regierung geschah dies in klarer Absicht, um die Bevölkerung einzuschüchtern und zukünftige Proteste abzuschrecken. Er war beschuldigt worden, die Unabhängigkeit Kurdistans zu fordern und die Ernennung des Kurden Dschalal Talabani zum Präsidenten des Iraks zu feiern. Der Aufstand breitete sich auf etwa zehn kurdische Städte aus. Bislang kamen dabei etwa 20 Menschen ums Leben. Die iranische Regierung Bezeichntete die Aufständischen als Hooligans und verlegte 100.000 Soldaten in die kurdischen Gebiete.

 

Kurdistan-Kurden- Irak

 

Der heutige Irak war im Altertum das Kernland des Assyrischen und des Babylonischen Reiches. Im 4.Jh.v.Chr. gehörte es zum Reich von Alexander dem Großen und später erstreckte sich das Römische Reich bis hier hin. Das Land wurde im 7.Jh.n.Chr. arabisch. In der Zeit des Osmanen Reich von 1534 - 1920 war es türkisch, nach 1921 war Irak ein selbstständiges Königreich, doch von 1932 bis 1958 stand es unter britischer Verwaltung. Von 1958 entstand die Republik Irak und im Lande herrscht die Islame Religion. den Kurden wurde im Irak nach dem Sturz von  Monarchie Faisal II 1958 zwar Selbständigkeit zugesichert, jedoch wurde diese Zusicherung nicht eingehalten. Erst nach einem fast acht Jahre dauernden Krieg zwischen irakischen Kurden und der irakischen Regierung, wo die Kurden zum größten teil vom Iran unterstützt wurden, sicherte die irakische Regierung 1970 den Kurden Autonomie in ihrer Region im Nordosten des Landes Irak zu. Doch die Durchsetzung dieser Autonomie entsprach nicht den Forderungen der Kurden und so haben die Kurden den Bürgerkrieg 1974 wieder aufgenommen. nachdem der Iran im Rahmen des Grenzvertrags von Algier mit dem Irak die Hilfe für die Kurden eingestellt hatte, brach der Aufstand 1975 zusammen. Die Arabisierungspolitik der Irakischen Regierung gegenüber den Kurden, hatte sich besonders in den Erdölgebieten verstärkt. Die Evakurierungswelle begann 1976 in einer 10 - 20km breiten Zone zum Iran und der Türkei. Mehr als eine Millionen Kurden wurden in der Zeit von 1976 - 1987 aus etwa 2500 Dörfern in die so genannten Wehrdörfer Zwangs umgesiedelt.
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Nach Ende des 1. Golfkrieg, in dem die Kurden auf der Seite des Iran gekämpft hatten, startete Hussein gegen den Kurdischen Widerstand einen Vernichtungsfeldzug. Im März 1988 gingen irakische Truppen gegen den kurdischen Nordosten vor, Tausende von Kurden wurden getötet, u. a. durch Giftgasangriffe (Helepçe/ Halabja), und Hunderte von kurdischen Dörfern wurden von irakischen Truppen zerstört. Der Giftgasangriff  auf die Kurdische Stadt Helabja die von den irakischen Truppen ausgeführt wurde, dabei starben nach Schätzungen 5000 - 7000 Menschen. Eben so wurden viele verletzt und die an den folgen starben, durch die anschließende Massenflucht vor irakischem Militär kam der Kurdische Widerstand stark in die Defensive. Neuformierungen waren erst nach dem zweiten Golfkrieg 1991 nach der irakischen Niederlage möglich. Die wieder verstärkten Aufstandsbewegungen brachten bald den größten Teil des irakischen Territoriums, der von Kurden bewohnt ist, wieder unter ihrer Kontrolle. Das Regime in Bagdad wollte den irakischen Norden zurück erobern, nach dem sie in Basra einen schiitischen Aufstand blutig niedergeschlagen hatten. die irakische Regierung unter Saddam Hussein schlug im März/April 1991 einen weiteren kurdischen Aufstand brutal nieder. Mehr als eine Million Kurden flohen damals in die Türkei, in den Iran und in die Bergregionen des nördlichen Iraks. Dort erklärten die Vereinten Nationen, nach der Resolution 688 des UN – Sicherheitsrats, das Gebiet nördlich des 36. Breitengrades zur Schutzzone.
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Wo die Kurdischen Flüchtlinge zurückkehren konnten. Im Irak Krieg 2003 kämpften die Kurden auf der Seite der USA gegen das Regime Saddam Hussein und eroberten eine Reihe wichtiger Städte (z.B. Mosul) im Nordirak. Nach dem Sturz Husseins wurde im Rahmen der politischen Neuordnung des Iraks, den Kurden weitreichende Autonomie garantiert. Sie sind auch zugleich auf gesamtstaatlicher Ebene stark vertreten und mit Jalal Talabani stellen sie sogar den Staatspräsidenten da. Nach der Baath-Partei war es für Zehntausende von Familien der Alltag geworden nach verschwundenen Angehörigen zu Suchen. Seit dem Sturz Saddam Hussein wurden ca. 150 Massengräber gefunden, in einige waren Tausenden hingerichtete politische Gefangene, die durch nummerierte Gräbern identifiziert werden konnten. Der überwiegende Teil der Massengräber sind nicht ungekennzeichnet, in denen ca. 300.000 bislang Verschwundene vermutet werden. Die 1983 verschleppten 8.000 Männer des Barzani-Stammes im kurdischen Norden wurden vor kurzem identifiziert, die bis zu 182.000 während der Anfal-Operationen Verschwundenen sind noch nicht indentifiziert.
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Zehntausende Schiiten, Turkmenen, Assyrer, Bewohner aus den Marschgebieten im Süden, kuwaitische und iranische Kriegsgefangene. Im gesamten Irak hat das Baath-Regime in großem Stil Zwangsdeportationen, -umsiedlungen und -ansiedlungen von Bevölkerungsgruppen als Mittel politischer Kontrolle und Repression angewandt. Allein aus den Gebieten um Kirkuk und Khanaquin wurden zwischen sechs- und achthunderttausend KurdInnen vertrieben, die meisten von ihnen wurden ausgewiesen in das kurdisch verwaltete Gebiet, andere in den Süden zwangsumgesiedelt. An ihrer Stelle wurden arabische Familien zwangsangesiedelt oder mit ökonomischen Anreizen gelockt.

 

Anfal 1988


Unter den zahlreichen Verbrechen des Regimes ragen die Anfal-Operationen durch ihre Dimension und systematische Planung und Durchführung heraus. Es waren akribisch geplante und systematisch durchgeführte Vernichtungsoperationen gegen die Zivilbevölkerung im iranisch-irakischen Grenzgebiet, in den Gebieten rund um Kirkuk und dem Badinan-Gebiet, offen propagiert, dokumentiert und legitimiert als Bestrafung der kurdischen „Kollaborateure“ mit dem Kriegsgegner Iran.
Von Februar bis August 1988 wurden in fünf verschiedenen Operationen die vorher definierten Gebiete eingekreist, Dörfer und Städte der Region zunächst bombardiert, teilweise mit Giftgas, dann von Bodentruppen umstellt und durchsucht. Die Bevölkerung wurde zusammen getrieben, junge Männer und viele junge Frauen vom Rest der Familien getrennt und verschleppt. Von den meisten von ihnen fehlte bis heute jede Spur. Frauen mit Kindern und ältere Menschen wurden monatelang in Gefängnissen festgehalten und später in befestigte Lagerstädte unter Militärkontrolle gebrach, sogenannte Collective towns. Tausende Dörfer in den Anfal-Gebieten wurden dem Erdboden gleich gemacht, die Gebiete zu Sperrzonen erklärt. Nach kurdischen Angaben verschwanden bis zu 182.000 Menschen während der Anfal-Operationen. Der für Anfal verantwortliche General Hassan Ali Al Majid, späterer irakischer Verteidigungsminister und Gouverneur von Kuwait während der Invasion, wie in späteren Gesprächen die Zahl von 182000 zurück, es seien lediglich 100000 gewesen. Inzwischen ist er von den US-Truppen verhaftet worden.
Nach 1991 konnten Anfal-Überlebende teilweise in ihre Dörfer zurückkehren, viele andere haben die letzten 15 Jahre in den Umsiedlungslagern ausgeharrt, darunter die große Gruppe allein stehender Frauen, die nicht selten die gesamte männliche Verwandtschaft durch Anfal verloren haben. Diese Frauen leben seit 15 Jahren in Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen und in einem Zustand eines ständigen Provisoriums zwischen Verzweiflung und der Hoffnung, die Angehörigen könnten noch leben und zurückkehren. Zu der psychischen Belastung durch die erlittenen Gewalt Erfahrungen und den permanenten Wartezustand, der es unmöglich macht, mit der Vergangenheit abzuschließen und Neues zu beginnen, kommt ihre unklare rechtliche und soziale Situation in einer Geschlechterherrschaft und traditionellen Gesellschaft, die keine Lebensentwürfe für allein stehende Frauen vorsieht.

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